HB38.10: Ringgenberg – Graagetor – Roteflue – Harder Kulm

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Lesedauer: 4 Minuten

Nun hat es endlich mal gepasst und ich konnte die Route am westlichen Brienzergrat durch das Graagetor absolvieren. Meine konditionelle wie muskuläre Fitness boten beste Voraussetzungen für diese Tour. Auch das Wetter hat perfekt mitgespielt: Nicht zu heiss und auch nicht zu kalt. Die Wochen zuvor fiel zwar einiges an Niederschlag und das merkte man auch dem Abstieg an, aber der Uphill war ideal und das Graagetor genug trocken, um es ohne grosse Probleme passieren zu können. Ich hatte dieses Tor schon ein zwei Jahre zuvor auf Schweizmobil Wanderland mal entdeckt, nun bot sich die Situation, es definitiv mal zu bewandern.

Gestartet bin ich mit einem guten Wanderbuddy beim Bahnhof in Ringgenberg, welchen wir westwärts verliessen und das Dorf in Richtung Berg querten. Der Routenverlauf ist bereits unten im Dorf steil, bis zum Waldrand aber relativ unspektakulär, verläuft er zunächst auf asphaltierten Wegen hoch in Richtung Waldrand. Bei Inders Blatti (Pt. 861) angekommen, begann der weiss-rot-weiss markierte Wanderweg, welcher dort in den dichten Wald eindrang. Zunächst wurden mal einige Höhenmeter nach oben geschraubt. Der Weg ist oft begangen und gut ausgebaut, aber durchwegs ziemlich steil. Mit einer guten Fitness konnten wir hier schnell an Höhe gewinnen. Eine erste wunderbare Aussicht runter auf den Brienzersee bot sich dann oben beim Weidli (Pt. 1380).

Ab hier war nun der Start in das eigentliche Tour-Highlight zum Graagetor. Dieser Torbogen ist in die Felskante (genannt Graage-Rächtli) eingebettet und bildet das untere «Eingangstor» in dieses imposante Felsmassiv. Es herrschten trockene Bedingungen, was das Passieren des Torbogens problemlos ermöglichte. Bei feuchten oder gar nassen Bedingungen ist hier besondere Vorsicht angebracht, weil die Grasschroffen und der Wegverlauf durchaus rutschtig sein können. Fehler erlaubt es hier nicht, gute Trittsicherheit ist hier wärmstens empfohlen. Mit entsprechend Bergerfahrung ist die Passage aber absolut problemlos machbar, auch talwärts übrigens.

Der weitere Wegverlauf führt nach dem Graagetor nach links weg und überwindet eine zweite Felskrete, welche wir dann in Richtung Osten direkt oberhalb queerten. Auch hier ist gute Trittsicherheit gefragt, einige Meter darunter geht es über den Felsvorsprung weit nach unten. Also blieben wir weiter fokussiert auf dem Weg und erreichten nach ein paar Minuten dann den Brienzergrat beim Pt. 1755, wo Wegweiser eine Orientierung boten. Hier bogen wir links weg in Richtung Westen und in Richtung Roteflue.

Die Distanz bis zum Harder Kulm ist nicht zu unterschätzen: Ab Pt. 1755 (zwischen Roteflue und Suggiture) waren nochmals rund 5 km zu begehen. Der Weg folgt mehrheitlich dem Grat nach Westen. Der exakte Wanderweg umgeht gewisse Gipfel jeweils südseitig, welche teils wegen Ausgesetztheit nicht begehbar sind oder zumindest nicht empfohlen wird, sie zu begehen. Vorbei an der Höjenegg (Pt. 1627) und dem Wannichnubel (Pt. 1585) verläuft der Weg über ein wurzeliges und teils nasses Trassee bis schliesslich das idyllische Gebäude mit dem Türmchen des Harder Kulms in Erscheinung tritt.

Der Harder Kulm ist besonders auch bei asiatischen Gästen ein sehr beliebtes Aussichts- und Ausflugsziel und ist während der Hauptsaison immer sehr gut besucht. Hier ist auch unter der Woche immer einiges los. Also unbedingt genug Zeit einrechnen für die Standseilbahn, welche die sehr steile Südflanke des Brienzergrats auf mehr oder weniger direktem Weg hinunter nach Interlaken Ost bewältigt. Die Bahnfahrt hinunter ins Tal kostete uns mit Halbtax CHF 9.50, was sich preislich für die überwundenen Höhenmeter durchaus rechtfertigen.


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HB38.10
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Anforderungen

Kondition


4 out of 5 stars
     10.1 km
     1314 Höhenmeter
     604 Höhenmeter
     5 h 8 min (persönliche Zeit: 4 h 27 min)

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Kraft & Technik


3.5 out of 5 stars


T3 (Anspruchsvolles Bergwandern)

gemäss der SAC-Wanderskala.

Schweizer Wanderwegnetz, Beschilderung weiss-rot-weiss wtyp_weissrotweiss.
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Panorama / Erlebnis


5 out of 5 stars


Tourendetails

Anreise

Mit öV
Zug bis Ringgenberg (östlich von Interlaken) (Fahrplan).
Den Bahnhof westwärts verlassen und nach links loslaufen. Der Weg führt zunächst den Bahngeleisen entlang über eine kleine Anhöhe und biegt dann zur Hauptstrasse nach rechts ab. Bei der Hauptstrasse angelangt, links an der Bushaltestelle Post vorbeilaufen, dann nach ca. 100m rechts hoch durch das Uhrmachergässli und dann das Gartenwegli hoch, alles geradeaus bis an den Waldrand.

Mit Auto
Ich empfehle ausdrücklich, mit den öffentlichen Verkehrsmittel anzureisen, da mit Interlaken die Route an einem anderen Ort endet. Wenige Parkplätze bei der zb Zentralbahn, P+Rail Ringgenberg vorhanden, Adresse: Bahnhofplatz, 3852 Ringgenberg.

Alternativ den Parkplatz beim Bahnhof Interlaken Ost (Talstation der Harder Kulm Standseilbahn) benutzen (siehe Google Maps) und mit den öffentlichen Verkehrsmittel von Interlaken Ost nach Ringgenberg reisen.

Verpflegung

Wie immer aus dem Rucksack 😉
– Harder Kulm Panorama Restaurant (Website)

Geheimtipps

Die Route verläuft durch das Graagetor, ein imposanter Torbogen aus Felsgestein. Von unten sieht er effektiv aus wie ein Tor. Von oben betrachtet ähnelt er je nach Betrachtungswinkel wie einem Trichter.

Rückreise

Ab dem Harder Kulm kann die Standseilbahn nach Interlaken Ost genommen werden. Ab dort entweder mit den öV; dort befindet sich auch der Parkplatz südlich des Bahnhofs.

Weitere Informationen

Meine Tour in logo_schweizmobil SchweizMobil Wanderland.

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